Skagen bis Kerteminde - Segeln in Skandinavien

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Skagen bis Kerteminde

Törns > 2006 Norwegen-Burgtiefe

 Das Kattegat habe ich nun auch hinter mir und bin in Kerteminde, also Bereich Großer Belt, angekommen, das Brutgebiet für Folkeboote.
In Skagen habe ich mir bei wärmsten Sommerwetter 2 Hafentage gegönnt. Nach Saeby konnte ich danach auf einem am Wind Kurs sehr gut segeln. In Saeby gibt es in der Saison den schönen Brauch, daß zum Flaggenniederholen um 21 Uhr ein Trompeter auftritt. Viele Leute im Hafen versammeln sich dann dort. Nach Hals am Ostausgang des Limfjordes mußte ich bei Regen motoren. Hiermit war das beständig schöne Wetter erstmal vorbei. 2 Hafentage waren wegen Starkwind erzwungen.
Von Hals nach Grenaa sind direkt 43 sm. Ich konnte sehr gut bei NE 4-6 zeitweise gerefft segeln. Kurz vor Grenaa, schon nahe der Küste, erwischte mich ein Unwetter. Ich schaffte es noch mich wasserdicht zu verpacken, die Fock ein zu rollen, den Motor zu starten (denn ich wollte eigentlich auch erstmal das Groß bergen) und dann war das Unwetter auch schon da. Das Groß stand noch mit 2 Reffs. Der NE Wind ging, wie ich später erfuhr, auf Bft. 8 herauf und war natürlich auflandig. Ich hatte mir aber schon vorher etwas Luvraum, also Abstand zur Küste geholt. Die Sicht ging quasi gegen 0, der starke Regen flog mir waagerecht ins Gesicht. Durch die nasse Brille konnte ich weder den Kompass noch das GPS Gerät gut ablesen. Aber der kleine Kartenplotter mit seiner starken Hintergrundbeleuchtung zeigt mir an, daß Kurs und Geschwingkeit reichten, um sich von der Küste frei zu segeln. Der Motor lief nur im Leerlauf ohne Gang. Nach einer halben Stunde war das Ärgste vorbei, die Sicht wurde wieder besser, aber der Wind blieb fast genau so kräftig. Da ich bei dem inzwischen starken Seegang nicht das Groß ganz bergen wollte, beschloss ich damit in den Hafen zu segeln, denn ich wußte, da ist genug Platz für Manöver. Platt vor dem Laken mit dem 2 fach gerefften Groß segelte ich mit 7 kn auf die Molenköpfe zu. In der Einfahrt stand eine Grundsee, die das Boot kurz auf 9 kn ins surfen brachte. Dann war Ruhe, jedenfalls was die Wellen betraf, der Wind war auch im Hafen nicht gerade schwach.
2 Tage blies es dann mit bis zu 8 zuerst aus NE dann aus SE. Im Hafen war es ziemlich ungemütlich.
Nach Langör auf Samsö konnte ich lange hoch am Wind anliegen, später mußte ich dann doch kreuzen, dann schlief der Wind ein, die Wellen aber nicht, und so war der Motor wieder für 2 Stunden dran.
Bei schönem Wetter und unpassenden SE Wind verbrachte ich 2 Tage auf Samsö.
Heute nun bei anfangs günstigen Windbedingungen, später allerdings nachlassend und ungünstig drehend 33 sm nach Kerteminde. Zum Schluß also wieder motort. Das Wetter war wieder gut, allerdings sind die letzten Tage immer mal wieder kleinere lokale Unwetter unterwegs. So ganz entspannt bin ich nun nach dem Erlebnis vor Grenaa auch nicht mehr

 
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