Lilla Kornö-Burgtiefe - Segeln in Skandinavien

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Lilla Kornö-Burgtiefe

Törns > 2014 Westschweden

Von Lilla Kornö ging es dann wieder nach Möllösund von von dort weiter zum Absprunghafen nach Dänemark nach Hönö Klaava.

Panorama Mollösund

Dieses Jahr brauchte ich in Hönö Klaava nicht so lange zu warten für die 42 Seemeilen über das Kattegat nach Saeby.

Flaggeneinholen um 21:00 Uhr in Saeby

die andere Hafenseite von Saeby

So war es einen ganzen Tag lang. Links liegt das Kattegat mit fast wolkenlosem Himmel, und direkt in Saeby hat es immer mal wieder geregnet.

In Hals unter der Klubhausterrasse

Beim Ablegen aus einer Pfahlbox, die ich inzwischen eingenommen hatte bekam ich auch bedingt durch die beengten Verhälnisse beim Ablegen eine Achterleine in die Schraube. Ich trieb dann durch den Hafen und konnte mich halb an einer großen Motoryacht noch mit dem Bug an einem Steg des Werftslips festmachen. Der Hafenmeister hat mir keine großen Hoffnungen wegen der Ferienzeit für einen Taucher gemacht. Nur durch Zufall sah er eine Motoryacht mit Taucherausrüstung an Bord, die gerade Ablegen wollte. Der Taucher, der auch auf Urlaub war, befreite mich dann von der Leine.
So einen glücklichen Zufall gibt es sicher nur selten. Ich war sehr dankbar und bezahlte gerne einen fairen Preis.

Strand neben dem Hafen von Øster Hurup

In Øster Hurup mußte ich einen Arzt in Hadsund aufsuchen. Ich hatte mich wohl in der Kneipe in Hals, wo ich das WM Endspiel Argentinien-Deutschland sehen konnte von einem der viele Besucher mit einem Erkältungsvirus angesteckt. Der quälte mich 2 Wochen vor allem nachts mit starkem Husten. Ich bekam eine opiumhaltige Medizin, die aber überhaupt nicht wirkte. Ich stieg dann auf frisch aufbereitenen Tee aus Ingwerwurzeln um, und nach 4 Tagen war der Husten nachts endlich vorbei.
Schon in Hals mußte ich mich 3 mal umlegen, weil die Eigner der Liegeplätze zurück kamen. Kein Problem, wenn man den ganzen Vormittag Zeit hat. Aber in Øster Hurup mußte ich mich auch zweimal umlegen. Das zweite Mal bekam ich abends Bescheid, daß ich morgens bis 8 Uhr den Platz verlassen mußte. Das ist dann in einem fast immer vollem Hafen nicht so toll, weil ich durch die Erkältung noch ein paar Tage bleiben wollte. Zeit hatte ich ja reichlich.

Über Grenaa, wo ich mich wieder meine norwegischen Freunde besuchten, ging es dann über Langør auf Samsø, Kerteminde, Rudkøbing, Marstal, Bagenkop nach Burgtiefe zurück.

Dabei entdeckte ich etwa 6 Seemeilen südlich von Grenaa, daß die Bilge voll warmen Wasser war. Gleichzeitig sprach die Motortemperaturmeldung an. Ich stellte zwar fest, daß das Wasser nur im Motorbetrieb nachlief, konnte aber die Leckage im vermuteten Abgassystem nicht finden. Das ist im Kattegatschwell nicht so einfach. Ich versuchte nach Grenaa zurück zu segeln. Das ging dann nach einiger Zeit nicht mehr, da der Wind total einschlief. Aber dann konnte ich auch den Motor ohne Warnmeldung und niedriger Last bis in den Hafen betreiben. Grund war eine undichte Schlauchverbindung kurz vor dem Wärmeaustauscher. Offensichtlich wärmt sich das Kühlwasser auf dem Weg schon so weit an, daß ich bei der suche im Abgassystem auf dem Holzweg war.

Ich motorte dann ohne Probleme in 4 Tagen bis 200 m vor der Hafeneinfahrt von Marstal. Ich wollte eigentlich bis Bagenkop, aber dann kam wieder eine Temperaturwarnung. Ich ankerte mit dem immer bereitstehenden Heckanker direkt neben der Rinne und fand wieder keine Ursache. Es kam immer noch Wasser aus dem Abgasauslass. Nach 20 Minuten tuckerte ich dann vorsichtig in den Hafen und suchte wieder nach der Ursache. Letztlich fand ich Reste von einer Quelle im Seewasserfilter. Der war aber überhaupt nicht verstopft. Aber ich vermutete noch Reste in der Schlauchleitung. Nach mehreren Versuchen mit hoher Drehzahl konnte ich dann weitere Reste aus dem Filter entfernen. Da immer Wasser achtern raus kam, vermute ich, daß die Qualle nur zum Teil die Leitung verstopft hatte, also nach Abstellen des Motors wieder abgefallen ist.

Nach Bagenkop konnte ich dann die kurze Stecke von 12 Seemeilen bei leichtem Wind komplett segeln. Ein Belastungstest für den Motor nur durch die Hafenmanöver war das natürlich nicht. Ich war aber hoffnungsvoll die Ursache für die Überhitzung gefunden zu haben.

Abendstimmung in Bagenkop

Nach einer Woche Warten auf etwas weniger Wind, konnte ich dann mit halben und raumen Wind flott bis nach Burgtiefe segeln.
Dort verbrachte ich noch zwei Wochen mit Faulenzen bei sehr herbslichen Wetter. Es gab fast die ganze Zeit Südwestwind mit täglichen Schauern. Erst zum Ende beruhigte sich das Wetter und es wurde auch wieder wärmer.

 
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